Bücher, Aufsätze, Essays, Lexikonartikel,

Rezensionen, Programmheftbeiträge, Interviews … 

https://orcid.org/0000-0003-0387-008X


Carolin Krahn: Topographie der Imaginationen. Johann Friedrich Rochlitz’ musikalisches Italien um 1800. Wien: Hollitzer 2021. (Wiener Veröffentlichungen zur Musikwissenschaft 54)

Das ambivalente Image von Musik und Musikern aus Italien war für die Historiographie der Musik im deutschsprachigen Raum um 1800 von zentraler Bedeutung. Dies zeigt sich in diesem Buch an einem breiten Spektrum von Schriften und Dokumenten rund um Johann Friedrich Rochlitz, den bekannten Leipziger Musikschriftsteller, Erzähler, Librettisten, Kritiker und Herausgeber.

Im Kontext seiner Zeit verortet, eröffnet Rochlitz’ Œuvre ein facettenreiches diskursives Feld, das neben ästhetischen auch konfessionelle, national aufgeladene, oft polemische Haltungen gegenüber dem musikalischen Italien aufweist. Zentrale Akteure und Infrastrukturen, ‚alte‘ und ‚neue‘ Musik, Malerei, Oper, Kirchen- und Instrumentalmusik werden in der vorliegenden Studie ebenso beleuchtet wie mediale Verbreitungsstrategien im Streben nach dem Primat deutscher Tonkunst.

Damit trägt das Buch zur transnationalen Reflexion einer bis in die Gegenwart reichenden, dialektisch zugespitzten Beziehung zwischen deutscher und italienischer Musik- und Kulturgeschichte bei.

Carolin Krahn (Hrsg.): ‚Italien‘: Image und Klischees in der internationalen Musik- und Mediengeschichte der Nachkriegszeit, Berlin: De Gruyter 2023. (Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 103)

Sentimentalität – Nostalgie –Vereinfachung – Vermarktung – Politisierung – Umdeutung – Verstörung: All das prägt die internationale Hinwendung zu Italien, seiner Kunst und Kultur weit über die vielbeschworene, oft eindimensional verkitschte ‚deutsche Italiensehnsucht‘ hinaus. Davon zeugen auch die vielen genreübergreifend bemühten, klangvollen Italien-Images in den Medien bis ins späte 20. Jahrhundert.

In diesem Themenheft beleuchten Beispiele aus der internationalen Musik- und Medienindustrie seit der Nachkriegszeit die Frage, wie historisch präfigurierte Images von Italien über Jahrzehnte hinweg dekontextualisiert und neu interpretiert in das öffentliche Bewusstsein katapultiert worden sind – im Werbefernsehen, in der Alltagskultur, der Tourismusindustrie und James-Bond-Filmen, in deutscher Schlagerszene und südamerikanischen Italien-Songs.

Die Publikation verdeutlicht Bezugspunkte und Abgrenzungen zwischen deutscher Kulturgeschichte zur Goethe-Zeit und internationaler Populärkultur des späteren 20. Jahrhunderts.

Timo Kehren, Georg Oswald, Carolin Krahn, Christoph Poetsch (Hrsg.): Staunen. Perspektiven eines Phänomens zwischen Natur und Kultur. Paderborn: Wilhelm Fink 2019. (Poetik und Ästhetik des Staunens 6)

Was geschieht, wenn Menschen ins Staunen geraten? Der vorliegende Band verortet diese Frage im Spannungsfeld von Natur und Kultur und greift hierzu auf Impulse aus Philosophie, Kunst, Literatur, Technik und Naturwissenschaften zurück.

Ausgehend von unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen nähern sich die hier versammelten Autoren dem Staunen systematisch an. Die verschiedenen fachlichen Perspektiven verbindet dabei das Anliegen zu untersuchen, wie sich das Staunen im konkreten Einzelfall in das Verhältnis von Natur und Kultur einschreibt. Dabei zeigt sich, dass das Staunen weit mehr als nur ein momentbezogener Affekt jenseits des menschlichen Verstandes ist. 

Carolin Krahn / Max Weber Stiftung: Globale Perspektiven, lokale Sprachen: Zur Bedeutung
von Mehrsprachigkeit in der
Max Weber Stiftung“, in: Weltweit vor Ort (November 2023), S. 4–7.

Welche Bedeutung hat Sprache für die Geisteswissenschaften? Was muss erfüllt sein, um Mehrsprachigkeit auf internationalem Parkett zu kultivieren? Welche Herausforderungen gibt es, wenn man über Musik anstatt über Natur forscht?

Das Interview im Magazin der Max Weber Stiftung lotet aus, worin konkrete Bereicherungen und Hürden für die Kultivierung von wissenschaftlicher Mehrsprachigkeit bestehen. Interkulturelle Kompetenz und die voranschreitende Globalisierung der Wissenschaften kommen ebenso zur Sprache wie die Konsequenzen der Entscheidung, in welcher Sprache wissenschaftlich kommuniziert wird. 

Das Interview entstand im Nachklang eines Diskussionsforums mit den Experten für Sprachwissenschaft und Sprachpolitik in Europa, Jürgen Trabant und Christian Lequesne, am Goethe-Institut in Rom 2023.

 

Book (peer reviewed)

Edited Volumes (peer reviewed)

Articles & Book Chapters (* peer reviewed)

Lexicon Articles

Essays & Interviews

Reviews

Translations